Split
Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schön es ist, endlich wieder in einem Bett in einem Zimmer ganz für mich alleine zu schlafen. Meine Freunde haben die letzten Tage entspannt und wollen heute mit mir nach Split fahren. Pünktlich um 10:15 Uhr brechen wir auf. Wir, das sind elf junge (Ex)-Pharmaziestudierende, die so passend sämtliche Klischees über deutsche Touristen erfüllen, wie es nur geht. Ich sehe es kommen, es wird ein sehr kurioser und lustiger Tag.
Die deutsche Reisegruppe ist schockiert von diesem Bahnhof. Wobei Bahnhof wirklich eine Übertreibung für diese Bruchbude und das einzelne Gleis ist. Der Zug ist ein Ein-Waggon-Zug. Dafür ist die Aussicht fantastisch. Und auf dem Weg nach Split hatte ich gestern noch schlimmere Bahnhöfe gesehen, was meine Freunde mir aber nicht glauben wollen.


In Split angekommen, wird schnell klar, dass es zu elft zu kompliziert ist, eine Stadt zu besichtigen. Bereits am ersten Halt – einem Markt – sucht ständig jeder jeden. Die Reisegeschwindigkeit im Anschluss beträgt circa 3 Meter pro 7 Minuten. Schnell trennen sich unsere Wege und die ersten Teilgruppen entstehen. Meine Gruppe ist der Meinung, dass es nach anstrengenden 150 Metern Zeit für das Mittagessen ist. Das Reisen in Kleingruppen ist entspannter, aber nicht schneller. Zur Ruhe komme ich nicht wirklich, da ich mich zu sehr über meinen grauenhaft schmeckenden Salat aufrege. Aber heute habe ich Urlaub, also versuche ich, das Mittagessen trotzdem zu genießen.
Mehr oder weniger gestärkt irren wir weiter durch Split. Es ist eine schöne, typisch mediterrane Stadt. Das Wetter ist traumhaft. Die Sonne scheint angenehm warm, ohne zu heiß zu sein. Im Trubel der Stadt treiben wir. Auch wenn das bedeutet, dass so manche Treppenstufe auf uns wartet.

Nach einer guten Stunde ist für den Rest der Truppe schon wieder Zeit für eine Kaffeepause. Zum Glück ist Split nicht so groß. Am Hafen ist die Aussicht zum Glück aber auch wunderschön. Da gerät der Kaffee ganz in Vergessenheit. Die vielen kleinen Segelboote passen perfekt zu diesem Urlaubstag.


Weiter geht es für uns auf den Hügel Sustipan. Von hier haben wir eine grandiose Aussicht auf die Adria. Die Weite des Meeres erscheint unermesslich, aber auch nicht unendlich. Tausende Boote sind auf dem Meer zu sehen. Ein Boot hat eine Eintracht-Flagge am Mast wehen. Als Frankfurter sind wir voller Ekstase. Hier bleiben wir sehr lange und treffen auch einen Teil der Gruppe wieder. Wenn man schon jemanden mit fotografischem Talent und professioneller Kamera* dabei hat, kann man auch noch ein kleines Fotoshooting machen. Wobei ich trotzdem lieber Natur als Menschen fotografiere. Nach 235 Bildern machen wir uns wieder auf den Weg. Nächster Halt: richtig, wieder ein Ort zum Essen.




Frisch gestärkt geht es in den Trubel der Altstadt. Der Volksplatz ist zwar ein historisch schöner Ort, nur voll und turbulent ist er leider auch. Ich bin ein großer Fan der alten adriatischen Hafenstädte und daher ist der große Trubel für mich kein Problem.

Der historische Diokletianspalast liegt im Zentrum von Split und ist der Höhepunkt der Stadt und UNESCO-Welterbe. Ein Meisterwerk der Geschichte. Überfüllt und trotzdem traumhaft. Die hellen Steine der Mauern erwärmen den ganzen Platz. Wie auch Dubrovnik oder Malta assoziieren viele diesen Ort direkt mit Game of Thrones*. So gibt es hier das entsprechende Museum zur Serie und so wurde hier auch ein Teil der Serie gedreht. Bekannter ist trotzdem jene andere Stadt an der kroatischen Adria.


So, und was kommt jetzt? Natürlich essen. Weil die kroatische Küche so toll ist, gehen wir japanisch essen. Aber das war die richtige Entscheidung. Denn es war das beste asiatische Essen, das ich jemals gegessen habe. In guter Gesellschaft schmeckt das Essen sowieso am besten. Und dann endet das Abenteuer der 11 Almans in Split und wir machen uns wieder auf den Weg zu unserem Ferienhaus. Bei Sauna und Pool kann ich den Urlaub perfekt abschließen. Bei Tag 1 „meines Urlaubs“ habe ich meine Reise schon fast wieder vergessen und kann mir kaum vorstellen, bald wieder im Zug zu sitzen. Aber zu elft unterwegs zu sein, ist auch anstrengend, selbst wenn ich die Menschen, mit denen ich unterwegs bin, wirklich liebe. Und am Ende reise ich doch immer am liebsten alleine.

Die Reise erfolgte im Oktober 2022

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