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Sommer in Würzburg: Trotz Regen eine schöne Reiseerfahrung

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Wie auch mein vorheriges Ziel gilt auch Würzburg an diesem Tag als eine der schönsten Städte Deutschlands und stand daher schon sehr lange auf der Liste an Orten, die ich in Deutschland besuchen will. Im Dezember 2020 bot sich dann die Gelegenheit, nach Würzburg zu fahren. Mein Bruder hatte ein Bewerbungsgespräch dort und fragte, ob er mich mitnehmen sollte. Ich musste nicht lange überlegen und schon war ich in Würzburg. Das Problem: der Nebel. Es war sehr neblig und ich habe kaum was gesehen. Dann war es noch nass und kalt. Ich beschloss schnell, dass ich einfach mal im Sommer nach Würzburg fahre.

Eine malerische Stadt am Flussufer, umgeben von Nebel, mit historischen Gebäuden und einer Kirche im Vordergrund, die sich im Wasser spiegelt.
Würzburg im Nebel

Und jetzt sind einige Monate vergangen und wir haben den Sommer 2022 und dank des 9-Euro-Tickets bin ich jetzt in Würzburg. Aber Fortuna hat wohl etwas gegen Würzburg. Denn kaum verlasse ich den Bahnhof, da fängt es an, zu regnen. Und kalt ist es natürlich auch. Die Stadt macht es mir aber auch schwer. Aber man kann als Sehnsuchtsbummler eben nicht immer Glück haben.

In der grauen Tristesse laufe ich vom Bahnhof zum Main und versuche, es so positiv wie möglich zu sehen. Innerlich weiß ich aber, dass ich wahrscheinlich nächsten Sommer noch einmal kommen muss. Denn bei all dem, was ich über Würzburg gesehen und gelesen habe, scheint es wirklich eine schöne Stadt zu sein! Und sie soll dann auch ihre faire Chance bekommen und ich möchte nicht nur an das schlechte Wetter denken, wenn man das Wort „Würzburg“ erwähnt. Außerdem, wenn ich an Regen denke, dann denke ich ja schon an Kopenhagen.

Nach einer Weile erreiche ich den Main. Und auch wenn eigentlich gerade Hochsommer ist, so hat das kalte Grau doch etwas Mystisches und verleiht dem Main einen ganz besonderen Charme. Würzburg ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe, aber schön ist es trotzdem.

Blick auf den Fluss mit einer alten Kränen und einer Burg im Hintergrund, umgeben von grünen Hügeln und bewölkten Himmel.
Hochsommer in Deutschland

So langsam beginnt der Regen aufzuhören und ein ganz klein bisschen Sonnenschein kämpft sich durch die Wolken am Himmel. Vielleicht erlebe ich später ja doch noch das traumhaftschöne sommerliche Würzburg. Schön wäre es definitiv, denn wir haben August und ich friere. Im Nachhinein hätte ich aber vielleicht doch eine Jacke mitnehmen sollen.

Eine Steinbrücke mit Statuen auf den Pfeilern, die über einen Fluss führt, umgeben von einer malerischen Landschaft und einem bewölkten Himmel.
Die berühmte Mainbrücke

Die Festung Marienberg habe ich ja schon eine ganze Weile aus der Ferne betrachten können. Jetzt, wo ich aber direkt vor ihr stehe, erscheint sie gleich noch ein Stück imposanter. Gerade bei Sonnenschein soll sie traumhaft sein, aber wie war das mit „man kann nicht immer Glück haben“? Ich entscheide mich dazu, erst einmal in die Innenstadt zu gehen. Vielleicht wird das Wetter nachher besser und dann kann ich die ganzen Höhenmeter zur Festung ablaufen.

Blick auf eine historische Burg, umgeben von Weinbergen und Bäumen, unter einem bewölkten Himmel.
Graues Grün

Auf dem Weg zur Innenstadt kommt der Großstadtcharakter der Stadt durch. Obwohl die Stadt gar nicht so groß ist und der Main so gemütlich war, fühlt sich hier jetzt alles irgendwie so hektisch an und ich fühle mich etwas gestresst. Aber zum Glück kann ein Sehnsuchtsbummler immer seine innere Mitte finden.

Blick auf eine belebte Straße mit historischen Gebäuden, einer Kirche mit zwei Türmen und einem Lampe an der Wand.
Sag mal bin ich hier in Frankfurt, oder was?

Den bekannten Dom kann ich heute gekonnt auslassen, den hatte ich beim letzten Besuch schon besichtigt. Dafür wird das Wetter dann doch wieder etwas kälter und mit dem Markt vor der Marienkapelle kommt fast etwas Weihnachtsstimmung auf. Und wenn ich schon die ganzen Kirchen erwähne, wovon es hier definitiv keinen Mangel gibt, dann sei noch das Neumünster erwähnt.

Fassade einer barocken Kirche mit detailreicher Architektur und Statuen, umgeben von Stadtleben.
Kirchen + Barock = Würzburg
Historisches Gebäude mit barocker Fassade in einer Stadt, umgeben von einem Markt mit bunten Ständen.
August 2022 mehr Weihnachtsstimmung als im Dezember 2021 auf Malta

Kommen wir nun zum Höhepunkt Würzburgs: der Residenz, die auch zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Sonne ist jetzt zumindest etwas da und so strahlt das barocke Prachtwerk zumindest etwas. Das passt auch sehr gut, denn wofür ist jedes Barockschloss bekannt? Richtig, der komplett langweilige und symmetrische Garten. Und mit Sonnenschein kommen die Gärten gleich etwas besser zur Geltung. Und schön sind sie ja schließlich auch.

Im Vordergrund ein gepflegter Garten mit geometrischen Beeten und Hecken, im Hintergrund ein imposantes historisches Gebäude mit vielen Fenstern und einem großen Eingang.
Symmetrie I
Ein Topfbaum mit bunten Blumen im Vordergrund, vor einem historischen Gebäude mit Gartenlandschaft im Hintergrund.
Symmetrie II
Eine steinerne Statue eines Arbeiters, der ein Bündel von Holz trägt, mit einem prächtigen historischen Gebäude im Hintergrund und einer grünen Gartenlandschaft.
Symmetrie III
Ein historisches Gebäude mit einer beeindruckenden Fassade und einem angelegten Garten, in dem Menschen spazieren gehen.
Symmetrie IV

Aber nicht nur die Gärten der Residenz sind sehr schön. Auch die Hofkirche ist ein fantastisches Meisterwerk. Und man kann sie sogar gratis besichtigen! Die restlichen Innenräume der Residenz leider nicht. Aber ich bin ehrlicherweise sowieso kein wahnsinnig großer Fan von barocker Innenarchitektur. Mein Herz gilt mehr der Natur. Und wenn man so oft wie ich durch Deutschland unterwegs ist, dann sind barocke Schlösser und Residenzen auch irgendwie nichts Besonderes mehr, da man in Deutschland ja den Luxus hat, dass wir daran keinen Mangel haben. Die Residenz ist auch ohne die anderen Innenräume sehr schön!

Innenansicht einer prächtig gestalteten Kirche mit goldenen Verzierungen, kunstvoll bemaltem Deckenfresko und ausdrucksvollen Skulpturen, Menschen stehen im Vordergrund.
Ganz dezente Andachtsstellen

Auf dem Weg zurück wird es dann aber wieder kälter und regnerischer. Naja, man kann nicht immer Glück haben und alle guten Dinge sind drei. Also vielleicht kommt die Festung Marienberg dann ja nächstes Jahr. Wobei es dann wahrscheinlich auch wieder grau sein wird.

Die Reisen erfolgten im Juli 2022 und Dezember 2021

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